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"Zwei Welten"

– eine faszinierende magische Bilderwelt Gedächtnisausstellung zu Walter Lederer in den Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein

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„Zwei Welten“

ist die schöne, liebevoll zusammengestellte Gedächtnisausstellung für den bekannten Überseer Künstler Walter Lederer (1923 bis 2003) in den Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims überschrieben. Zusammengestellt von dem Kunsterzieher und Künstler Karlheinz Hauser bietet die Präsentation schlaglichtartig eindrucksvolle Beispiele aus einigen wichtigen Schaffensperioden des Künstlers, der Zeit seines Lebens nach neuen Ausdrucksformen suchte. Bei der Auswahl der Bilder und der Gestaltung half auch Dag Jungbluth, Schwiegersohn des Künstlers, dessen Tochter die Oberstufe des Landschulheims besucht. Die Präsentation ist harmonisch aufeinander abgestimmt, so dass der Besucher einen guten Eindruck vom Werk des Walter Lederers gewinnen kann.

Gezeigt werden zum Beispiel beachtliche Materialcollagen von Ende der 50er Jahre, einige expressive und realistische Werke, wie Lederer sie von seinem Lehrer, Professor Willi Geiger, übernahm, sich dann aber schnell der abstrakten Malerei zuwandte. Zu sehen sind leuchtende abstrahierte Landschaften, aber auch symbolhafte, surreale Formen und farbige geometrische Figuren. Gerade in seinen letzten Lebensjahren malte Lederer besonders lebensbejahende, fröhliche, abstrakte Bilder.

"... eine faszinierende magische Bilderwelt Gedächtnisausstellung zu Walter Lederer ..."

Walter Lederer, geboren am 8. November 1923 im Sudetenland, in Schönbach an der Asch, wurde nach seiner Schulzeit sofort zur deutschen Luftwaffe eingezogen. Nach dem Krieg im Gefangenenlager in Bad Aibling erfuhr er von der Wiedereröffnung der Kunstakademie in München, wo er sich mit einigen Zeichnungen bewarb und sofort angenommen wurde. Er wählte für sich Professor Willi Geiger als Lehrer aus, der am Chiemsee lehrte. So kam Lederer an den Chiemsee, eine Gegend, die ihn von da ab nie mehr freigab. Hier lernte er seine Frau Sophie kennen, mit der er über 50 Jahre lang in glücklicher Ehe verbunden blieb. Die Anfangsjahre nach dem Krieg waren besonders finanziell schwierig, da die junge Familie versorgt werden musste und sich Lederer seinen Ruf als Künstler erst in harter Arbeit aufbauen musste. Dabei half ihm damals vor allem die Vorschrift „Kunst am Bau“ bei öffentlichen Gebäuden. Zwar hatte er nach dem Studium schon 1949 im Haus der Kunst erstmals ausgestellt, doch erst Anfang der 1960er Jahre konnte er sich aktiv als Mitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft in der dortigen Kunstszene einbringen. 1963 beteiligte er sich zum ersten Mal auch bei der Jahresausstellung Chiemgauer Künstler in Prien, deren Jury er später lange angehörte. Schon 1958 gründete er mit Kollegen die Gruppe 58 in Traunstein, die moderne zeitgenössische Kunst auch in den Raum Traunstein und Trostberg brachte. Lederer engagierte sich in mehreren Kunstvereinen und als Jurymitglied bei vielen Ausstellungen wie beim Arbeitskreis 68 in Wasserburg oder als Dozent an der Akademie in Bad Reichenhall.

Malerische Gedankenwelt

Lederer habe „sich in eine malerische Gedankenwelt, die von Mythen und der Magie des Metaphysischen bestimmt war“ hineingelebt, hatte der Kunsthistoriker Karl Aß bei der großen Gedächtnisausstellung für Walter Lederer zu seinem 10. Todestag in der Priener Galerie im Alten Rathaus festgestellt. „Dabei ging er seine ganz eigenen Wege, fand aber in seinem künstlerischen Schaffen immer wieder neue Ausrichtungen und Ausdrucksformen“, so Aß.

Der Künstler scheint in seiner unverwechselbaren rauen Farbpalette eine archaische, geheimnisvolle und apokalyptische Weltenkraft zu beschwören, durch deren Wirkung das menschliche Leben stetig beeinflusst und gelenkt wird. Er suchte die Natur, das Leben, das Mystische, den Zauber, das Symbolische, das Rätsel und letztlich sich selbst in seinen Bildern. „Lederers Bilder leuchten. Und in diesem Leuchten liegt zugleich ihr Leben.“, sagte einmal der frühere Kulturreferent des Landkreises Rosenheim, Jörg Schönmetzler.

Werkschau

Walter Lederers hatte immer wieder den Wunsch geäußert, dass sich der Betrachter seiner Bilder selbst Gedanken zu seinen Arbeiten machen sollte. Die hoffentlich vielen Besucher dieser schönen Werkschau sollten diesem Wunsch des Künstlers nachkommen. Für alle Interessierten wird darüber hinaus ein Werkstattgespräch mit Sophie Lederer, der Witwe des Künstlers, und Karl-Heinz Hauser am Sonntag, 6. Oktober, um 14 Uhr in den Kulturräumen der Schule stattfinden.

Die Ausstellung im Staatlichen Landschulheim ist bis Freitag, 11. Oktober, zu sehen. Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, von 8 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung.

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Lebenslinie

Meilensteine

  1. im Anfang ...

    November 08, 1923

    ... geboren am 08. November 1923 in Schönbach/Asch im Sudetenland. Seine Schulzeit verbrachte Walter Lederer in Schönbach und Asch!

  2. Luftwaffe

    1940 . 1945

    In der Zeit von 1940 bis 1945 diente Walter Lederer bei der Luftwaffe

  3. Heimkehr

    März, 1946

    Nach der Heimkehr 1946, folgte die Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft. Im gleichen Jahr begann Walter Lederer das Studium an der Münchner Akademie der Bildenden Künste bei Prof. Willi Geiger. Ab 1946 lebte und arbeitete Walter Lederer in Übersee am Chiemsee

  4. 1. Ausstellung

    Mai 1949

    Die erste Beteiligung an der Großen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München erfolgte 1949. Im gleichen Jahr erhielt Walter Lederer den ERP Förderpreis der Stadt Hof an der Saale!

  5. Seerosenpreis

    Juli 1978

    1978 wurde Walter Lederer mit dem Seerosenpreis für Bildende Kunst der Landeshauptstadt München ausgezeichnet!

  6. Sudetendeutscher Kulturpreis

    August 1987

    1987 wurde Walter Lederer mit dem Sudetendeutschen Kulturpreis für Bildende Kunst und Architektur geehrt!

  7. Sommerakademie

    August 1997

    Dozentlehrtätigkeit im Rahmen der Sommerakademie Bad Reichenhall

  8. Abschied

    Dezember 2003

    Der Künstler verstarb am 22. Dezember 2003 in Übersee am Chiemsee. - Zahlreiche Museen und Galerien präsentierten Werke und Arbeiten von Walter Lederer, Suermondt Museum Aachen, Städt. Museum Wiesbaden, Graphisches Kabinett Reutlingen, Univeralhaus Nürnberg, Haus der Kunst München, Zeitgenössische Kunst aus Bayern in Bonn, ...

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Bilderwand

Auslese aus 50-Jahren "Kunstarbeit"

Skizze

Skizze von Prof Wilhelm Neufeld

Film - Cover

copyright Lederer

Büste

Büste von Sepp Plenk

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Pressespiegel

Übersee, Bayern - Thursday August 30, 2019 - Fünf Artikel
Bilder aus vier Jahrzehnten

Laudatio von Anton Sailer, München, im Juni 1975

"Eine fundierte Zeichenkunst, ein Wissen um die Form, ein bestechendes Beherrschen malerischer Valeurs … alles Voraussetzungen, die heute selten geworden sind. Hinzu kommt eine deutliche Bindung an die Realität, an sinnenhaftes Erleben. Gleichzeitig aber führt Walter Lederer mit seiner Graphik und Malerei in eine überhöhte Wirklichkeit hinüber, die vielfach sich zu visionärer Aussage steigert, ohne dabei in einem surreal überwucherten Dickicht zu münden. Anstelle einer vielschichtigen, bizarren Deutungsmöglichkeiten also fühlt man sich von Empfindungen angesprochen, die von einem leisen Erschrecken bis zu einem In-sich-Hinein-horchen führen. Zum Mittelpunkt einer Landschaft etwa, die bei aller Strukturierung unbestimmt bleibt und neu zu entdecken ist, obwohl man sie zu kennen glaubt – zu ihrem Mittelpunkt wird ein Vogel, der mit weiten Schwingen lautlos darüber streicht . Die tiefe, von Sehnsüchten durchzitterte Melancholie läßt träumen, steigert den Begriff „Natur“ zu einem zeitlosen Rhythmus von Werden und Vergehen.

Auszug aus der Laudatio von Anton Sailer, München, im Juni 1975"

Auf der Suche nach dem Weltgeheimnis

von Raimund Feichtner - 2013

"Kunstberschwörung" wurde die große Retrospektive in der Priener Galerie im alten Rathaus genannt, die anlässlich des 90. Geburtstags und zehnten Todestag bis zum 7. April mit fast hundert Arbeiten an den Überseer Maler und Grphiker Walter Lederer erinnert.

"Meine Bilder sind wie Kinder, ich freue mich immer wieder, wenn ich sie wiedersehe!" Walter Lederer

Es ist kein unpassender Begriff, denn zu un einer Beschwörung gehört auch die Magie, gehören magische Zeichen und Rituale. Mit ihr verbunden ist der Glaube an das Übersinnliche das Metaphysische. Walter Lederer war natürlich kein kleingeistiger Spinisierer, aber sein malerische Gedankenwelt war von den Mythen und der Magie des Metaphysischen bestimmt. .../p>

"... ich weiß gar nicht mehr wie viele Werke ich geschaffen habe. - ... zum Erfolg gehört Glück und Können, ohne das geht es nicht" - Walter Lederer"
"Zwei Welten"

– eine faszinierende magische Bilderwelt Gedächtnisausstellung ...

ist die schöne, liebevoll zusammengestellte Gedächtnisausstellung für den bekannten Überseer Künstler Walter Lederer (1923 bis 2003) in den Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims überschrieben. Zusammengestellt von dem Kunsterzieher und Künstler Karlheinz Hauser bietet die Präsentation schlaglichtartig eindrucksvolle Beispiele aus einigen wichtigen Schaffensperioden des Künstlers, der Zeit seines Lebens nach neuen Ausdrucksformen suchte. Bei der Auswahl der Bilder und der Gestaltung half auch Dag Jungbluth, Schwiegersohn des Künstlers, dessen Tochter die Oberstufe des Landschulheims besucht. Die Präsentation ist harmonisch aufeinander abgestimmt, so dass der Besucher einen guten Eindruck vom Werk des Walter Lederers gewinnen kann.

"Ausschnitte aus dem Film Walter Lederer."

Gezeigt werden zum Beispiel beachtliche Materialcollagen von Ende der 50er Jahre, einige expressive und realistische Werke, wie Lederer sie von seinem Lehrer, Professor Willi Geiger, übernahm, sich dann aber schnell der abstrakten Malerei zuwandte. Zu sehen sind leuchtende abstrahierte Landschaften, aber auch symbolhafte, surreale Formen und farbige geometrische Figuren. Gerade in seinen letzten Lebensjahren malte Lederer besonders lebensbejahende, fröhliche, abstrakte Bilder.

Virtuose Kunstbeschwörung - Ausstellung

"Sudetendeutsche Zeitung, Jahrgang 66, Folge 46, München, 14. November 2014

Im Sudetendeutschen Haus in München eröffnete Heimatpflegerin Zusanna Finger die neue Ausstellung "Walter Lederer 1923 -2003 - Kunstbeschwörung" Die Schau zeigt Gemälde und andere Werke des Egerländer Künstlers. .... Walter Lederer war eine der bedeutendsten zeitgenössischen Maler, nicht nur des Chiemgaus", sagte Bundeskulturreferent Wolf-Dieter Hamperl bei der Begrüßung von vielen Gästen in der Kubin-Gerlerie. "Ich begegnete seinem Werk erstmals in einer Ausstellung in der Oberpfalz, wo mich sein Bild "Bergwelt" besonders beeindruckte." Von Lederer stammten auch imposante Werke im öffentlichen Raum. Somit sei der Heimatpflegerin der Sudetendeutschen, Zuzanna Finger, vielmals zu danken, daß sie das Werk des Künstlers nun in das Sudetendeutsche Haus geholt habe. Die Heimatpflegerin überließ es dann dem Kunstbeauftragten des Marktes Prien im Chiemgau und Rosenheim, Karl. J. Aß, Leben und Werk Lederers vorzustellen. ...

Sein Lebenswerk in Bildern - Ausstellung

Volker Dittmar M.A. Leiter des Egerlandmuseums, Marktredwitz

"Unter dem Titel "Walter Lederer - Sein Lebenswerk in Bildern" zeigt das Egerland Museum in Marktredwitz vom 22. Mai bis 25. Oktober 2016 eine beeindruckend gestaltete Ausstellung der Kunstwerke unseres Schönbachers Landsmannes Walter Lederer. ... Walter Lederer zählt mit seinen Werken zu den herausragenden Persönlichkeiten in der Künstlerlandschaft Chiemsee und weit darüber hinaus. Lederer löste sich früh von der expressiv realistischen Kunst seines Lehrers und begab sich in eine malerische Gedankenwelt, die von der Magie des Metaphysischen bestimmt war. Er ging immer wieder neue Wege in seinen künstlerischen Schaffen.. Ständig rang er um neue Ausdrucksformen. In seiner Kunst war er Zeit seines Lebens ein Suchender. So vermischen sich in Lederers Werken Natur und Geometrie, Klarheit der Form sowie Ästhetik der Anordnung. Walter Lederer konnte buchstäblich alles. Er malte, schuf Grafiken, montierte Assemblagen oder formte Skulpturen. Einmal konnte man ihn für einen Surrealisten, ein anderes Mal für einen abstrakten Künstler halten. Letzten Endes ist es seine malerische und schöpferische Gabe, sowie die mystische Art eines Magiers, die dem Betrachter die Bilder erschließen. ...

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Retrospektive im Wandel

Filmisches Streiflicht